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Leonard Cohen (mehr)
Popular Problems (Normale LP 180 g, inkl. CD)

Artikelnummer: 501429
Label: Smi Col (mehr)
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Klang 1-2  Pressung 2

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Leonard Cohen veröffentlicht mit achtzig Jahren sein dreizehntes Studio-Album, „Popular Problems“. „Was, der lebt noch?“, wird der eine oder andere fragen, und dann vielleicht denken, „Naja, was will mir ein 80jähriger Songwriter aus den 60ern heute noch groß sagen“. Aber aufgepasst: Erst 2012 veröffentlichte Cohen mit „Old Ideas“ das meistverkaufte Album seiner ganzen Karriere, und glaubt man den schier euphorischen Rezensionen von „Popular Problems“, dann hat dieses Album da Zeug dazu, „Old Ideas“ noch einmal zu überbieten.
Wir wollen uns der Euphorie anschließen: „Popular Problems“ ist schlicht grandios. Cohen hat immer noch jede Menge zu sagen, und er sagt es keineswegs auf die altmodische Art, sondern mit seiner ihm eigenen lyrischen Schärfe und Genauigkeit, die ihn schon früh zum Meister-Poeten unter den Singer-Songwritern machte.
Der Sound von „Popular Problems“ knüpft an Cohens klassische 80er-Jahre-Alben wie „Various Positions“ oder „Im Your Man“ an, besonders mit der fast schon ikonischen Kombination aus den Sprechgesang von Cohens kontrabass-tiefer Reibeisen-Stimme und einem zarten, ätherisch halligen Frauenchor im Hintergrund. Darum herum baut Produzent Patrick Leonard ein genial konstruiertes Klanggerüst. Der Minimalismus, der Cohens früheste Alben auszeichnete, ist hier wieder zurückgekehrt, allerdings nicht mehr gitarrenlastig und voll akustisch, sondern als nahtloser Mix aus elektronischen und akustischen Sounds. Mal reicht eine simple Computer-Bass-Drum und ein Synthie-Bass aus, mal treten E-Piano und Violine dazu, mal geht die Reise fast in Richtung Country-Band - aber nie tritt der musikalische Fluss hier über die Ufer, alles bleibt nüchtern und mit Präzision auf den Punkt gebracht.
Und die Songs, die Cohen hier aus dem Ärmel schüttelt, die habens wirklich in sich; manch eine Nummer dieses Albums kann sich mit Leichtigkeit unter die besten Songs seines Gesamtwerks einreihen. Mit „Slow“ beginnt das Album mit einem bekenntnishaften klaren Statement: „Its not because Im old / Its not what dying does / I always liked it slow / Slow is in my blood“ singt Cohen hier, während ein dunkles E-Piano relaxt dahin-shuffelt. Das ist Cohen pur, der Mut zur Langsamkeit, und eine beinah schon beiläufige erotische Komponente. Mit „Samson In New Orleans“ serviert uns der Meister eine anrührende, schlichte Ballade, die auf unprätentiöse Weise den Verlust des alten New Orleans durch den Hurrikan Katrina thematisiert - „She was better than America“ singt er über die Stadt, und wenn dann die elegische Geige zum Zwischenspiel ansetzt, kann einem schon ein wenig flau im Magen werden. „Did I Ever Love“ zeigt Cohen von seiner humoristischen Seite: das schlichte Gedicht über das Werden und Vergehen einer Liebe wird hier musikalisch von einem sarkastisch überzeichneten Wechsel zwischen Piano-Ballade und wildem Country-Stomp untermalt.
„Popular Problems“ hält, was der Titel verspricht: Jeder Song hier dreht sich um Nöte und Probleme, bei denen wirklich jeder ein Wörtchen mitreden kann, und Cohen bietet zwar keine Lösungen, aber immerhin einen Rat: „Ihr bringt mich immer zum Singen, auch wenns nur schlechte Nachrichten gibt“, so heißt es in einer Zeilen des letzten Songs auf dem Album. Das macht Hoffnung. Ein gelungenes spätes Album, für Cohens Verhältnisse ungewöhnlich optimistisch, und mit elegantem Sound veredelt.

Titel:

LP: Side 1
Slow
Almost Like the Blues
Samson in New Orleans
A Street
Did I Ever Love You

LP: Side 2
My Oh My
Nevermind
Born In Chains
You Got Me Singing

LP Hülle:

LP Option:



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