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Lisa Bassenge (mehr)
Nur Fort (Audiophile LP 180 g)

Artikelnummer: MM 1140s
Label: Minor Music (mehr)
Lieferstatus: verfügbar



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Lisa Bassenge - Gesang
Paul Kleber - Bass
Christoph Adams - Piano
Christian Kögel - Gitarre
Rainer Winch -Schlagzeug

Aufnahmen im Sommer 2010
Gepresst bei Pallas auf 180 g-Vinyl.

Mit „Nur fort“ legte Lisa Bassenge, seit den 90ern „die“ deutsche Jazzsängerin, 2011 ihr erstes Album in (fast) ausschließlich deutscher Sprache vor und bot damit ein willkommene Alternative zu „Silbermond“, „Wir sind Helden“ und anderen gegenwärtigen Ikonen des deutschsprachigen Gesangs. Die in Berlin-Zehlendorf aufgewachsene Sängerin gründete 1996 zusammen mit dem Bassisten Paul Kleber und dem Pianisten Andreas Schmidt das Lisa Bassenge Trio, das später zum Quintett wurde und inzwischen nur noch unter dem Namen Lisa Bassenge firmiert. Vor „Nur fort“ erschienen vier Studioalben und eine Live-Platte, auf denen allesamt Englisch, die universelle Sprache des Pop, dominierte. Auf „Nur Fort“ wagten Bassenge und ihre musikalischen Mitstreiter nun einen anderen, aber umso überzeugenderen Ansatz. In der Besetzung Paul Kleber (Bass), Christoph Adams (Klavier / Keyboard / Akkordeon), Christian Kögel (Gitarre) und Rainer Winch (Percussion), wird nun fast nur Deutsch gesungen.
Lisa Bassenge erweist sich hier nicht nur wie gewohnt als hervorragende Sängerin, sondern zugleich als ausgesprochen poetische Songwriterin. Mit berückender sprachlicher Leichtigkeit lässt sie in ihren Songtexten klare und bewegende Bilder entstehen, setzt gekonnt Pointen, erzählt nachdenkliche Geschichten als hätte sie seit Jahrzehnten nichts anderes gemacht. Natürlich leben ihre wunderbaren Songs auch von ihrer eigenen Stimme, weich, samtig, charakteristisch und mit beachtlichem Tonumfang. Und so wunderbar ihr gehauchtes Englisch bei „Girl in the Mirror“, dem einzigen nicht-deutschen Lied auf dieser Platte, auch klingen mag, man muss schon ein ausgesprochener Feind der deutschen Sprache sein, wenn man nicht vom Klang der Worte begeistert ist, wenn Lisa Bassenge sie singt. Klar artikuliert, mit feinsten Nuancen im Ausdruck, und einem winzigen Hauch von Berliner Heimatmelos, in der Aussprache völlig ungekünstelt und unangestrengt, ganz im Stile bester deutscher Chansons.
Nun ist Lisa Bassenge selbst nicht die einzige „Liedermacherin“, die auf diesem Album vertreten ist. Neben ihren eigenen Song stehen Stücke von Element Of Crime, Joachim Witt, Udo Lindenberg, Hildegard Knef und - aufgepasst! - Robert Schumann (die Eichendorff-Vertonung „Auf einer Burg“ gehört sogar zu den Highlights der Platte). Man mag sich nun fragen, wie das denn alles zusammengeht? Es geht, und zwar sehr gut! Es ist die wunderbare Musik von Lisa Bassenges Quintett, die die so unterschiedlichen Kompositionen vereint. Poppig, ohne banal zu werden, jazzig, ohne dabei zu sehr mainstream zu sein, melancholisch, ohne düster zu werden, zurückhaltend, ohne langweilig zu sein, und immer wieder einfallsreich, ein ganz eigener Sound entsteht da, der auf zwei Tracks von zwei Gastmusikern aus der Indie-Band Calexico angereichert wird: Pedal Steel Guitar und Trompete zeigen sogar dezent in Richtung Country.
Und noch ein roter Faden zieht sich durch das Album: alle Lieder erzählen hier von Sehnsucht, vom „nur fort“-Wollen, vom Weggehen ohne Ankommen, vom Ankommen, ohne daheim zu sein. Und so fügt sich schließlich alles zusammen: der romantische-sehnsüchtige Eichendorff-Text, die bluesigen Country-Assoziationen, der nachdenkliche Tonfall von Band und Sängerin, das alles ergibt ein herrlich schwelgerisches Album für Freunde der Melancholie, die sich von ihrer angenehmsten Seite zeigt.
Bei Da capo gibt es noch Restbestände dieser gelungenen Platte, die leider seither nicht mehr neu aufgelegt wurde. Da heißt es zuschlagen, so lange der Vorrat reicht!


Musiker:

Lisa Bassenge (Gesang)
Lisa Bassenge, 1974 in Berlin geboren entdeckte mit circa 16 Jahren ihre Liebe zum Gesang und zur Musik als verlässliche Lebenshilfe.
Nach dem Abitur studierte sie Gesang an der Hanns Eisler Hochschule für Musik in Berlin. Zu dieser Zeit lernte sie auch Paul Kleber kennen der zum guten Freund und Mitstreiter bei fast allen musikalischen Projekten wurde. Zusammen musizierten sie beim Lisa Bassenge Trio, Micatone, dem Elektro-Chanson-Projekt Nylon und nun auch beim „Nachfolger“ des Trios, „A Little Loving“.
Lisa Bassenge tourte mit Ihren verschiedenen Bands durch Europa und Asien, war in diversen Fernsehshows zu Gast unter anderem in der “Harald Schmidt Show oder dem ZDF Morgenmagazin. Neben Ihren eigenen Projekten arbeitete Lisa Bassenge mit der WDR und NDR Bigband sowie mit Nicola Conte, Xavier Naidoo, Demba Nab (aka Boundzound) und Stuart Staples von den Tindersticks zusammen.


Paul Kleber (Bass)
Paul Kleber, 1973 in Berlin geboren, spielte schon in früher Jugend Cello und Jazz-Schlagzeug, bevor er zu seinem Hauptinstrument, dem Kontrabass wechselte. Er absolvierte ein klassisches Kontrabasstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und ein Jazzstudium an der Universität der Künste Berlin. Seit 1996 spielt er mit Lisa Bassenge in verschiedenen Formationen zusammen, schreibt mit ihr die meisten Eigenkompositionen und arrangiert viele Stücke für diese Band. Er ist außerdem live wie im Studio in anderen Projekten wie z.B. Jazzanova, Jazz Indeed oder dem Studnitzky Trio zu hören und zu sehen.

Christoph Adams (Piano)
Christoph Adams studierte Klavier an der Kölner Musikhochschule. Im Laufe seines Lebens tourte er schon durch die ganze Welt, spielte, tourte und komponierte für alle möglichen Ausnahmemusiker (u.a. Lonnie Plaxico, Steve Argüelles, Till Brönner, David Friedman, Jazzanova live, Anke Engelke u.v.a.) Er verbrachte lange Zeit als Pianist auf Malta und an der Hochschule für Musik in Bogota als Dozent.


Christian Kögel (Gitarre)
Christian Kögel, 1967 im Allgäu geboren, lebt seit 1990 in Berlin. Er studierte klassische Gitarre an der Hochschule der Künste, Berlin, und Jazzgitarre am Jazzfachbereich der HdK, Berlin. Anschliessend lernt er Oud und traditionelle arabische Musik bei dem syrischen Oud-Meister Farhan Sabbagh.
Christian Kögel musiziert und lehrt im Spannungsfeld zwischen Jazz, Rock, freier Improvisation, arabischer Musik und Kammermusik. Er ist außerdem die eine Hälfte des Duos “Flexkögel und spielt u.a. in der Band des Schlagzeugers Jerry Granelli.

Rainer Winch (Schlagzeug)
Er besuchte ebenfalls den Jazzstudiengang der Universität der Künste in den Neunziger Jahren und ist außerdem Mitglied der Bands “Jazz Indeed“ und “Yakou Tribe“ und des “Sonar Kollektiv Orchestra“. Als Sideman arbeitete er bereits mit Rebecca Bakken, Wolfgang Muthspiel, Jazzanova, Micatone und Mark Levine, um nur einige zu nennen.

LP Hülle:

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