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Miles Davis (mehr)
E.S.P. (Audiophile LP 180 g)

Artikelnummer: IMP 6018
Label: Impex Records (mehr)
Lieferstatus: Lieferzeit über 4 Wochen (wird nachgepresst, voraussichtlich Ende September)

Klang 1  Pressung 1

52,00 € (Preis inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Miles Davis - Trompete
Wayne Shorter- Tenorsaxofon
Herbie Hancock - Piano
Ron Carter - Bass
Tony Williams - Schlagzeug

Aufnahmen 21. und 22. Januar 1965.

Das 1965 bei Columbia erschienene Album „E.S.P.“ („Extra Sensory Perception“ - außersinnliche Wahrnehmung) stellt einen Markstein in Miles Davis Schaffen dar. Nach seinem legendären ersten Quintett mit John Coltrane, Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones, aus dem schließlich das Sextett hervorgehen sollte, das 1959 das Jahrhundertalbum „Kind Of Blue“ einspielte, stellte Davis in den Jahren 1963 und 1964 ein neues zusammen, das auf „E.S.P.“ erstmalig auf Vinyl vorstellig wurde. Heute gilt vielen dieses zweite Miles Davis-Quintett mit Wayne Shorter am Saxofon, Herbie Hancock am Piano, Ron Carter am Bass und Tony Williams am Schlagzeug als eines der besten in der Geschichte des Jazz überhaupt. So attestierte Jazzkritiker Joachim-Ernst Behrend diesem begeistert „ein Höchstmaß an Geschlossenheit mit einem Höchstmaß an individuellem Ausdruck“. Dieses personell beständigste Miles Davis-Quintett veröffentlichte zahlreiche einflussreiche Alben wie „Miles Smiles“, „Sorcerer“, „Miles in the Sky“ oder „Nefertiti“ - den Anfang nahm allerdings alles mit „E.S.P.“.
Auch musikalisch bedeutete das Album eine Wende, finden sich hier weder Standards noch ältere Davis-Stücke auf diesem, sondern ausschließlich neue Kompositionen der Quintett-Mitglieder. Während sich jedoch auf späteren Veröffentlichungen vor allem Wayne Shorter für einen Großteil des Materials verantwortlich zeigte, trug hier noch jeder (bis auf Schlagzeuger Tony Williams) gleichermaßen bei.
Das Album beginnt atemberaubend mit dem von Shorter stammenden, rasanten Titelstück, wild swingend und doch rhythmisch frei. Die folgende relaxt-groovende Blues-Nummer „Eighty-One“ aus der Feder Ron Carters (allerdings noch im Studio von Davis überarbeitet), erscheint dagegen zunächst traditionell, offenbart dann jedoch beeindruckende Raffinesse. Von den sieben Stücken ist sicher Herbie Hancocks „Little One“ das bekannteste, nahm jener dieses nur wenige Wochen später für sein berühmtes Album „Maiden Voyage“ erneut auf. Doch obwohl ihm dort mit Carter und Williams dieselbe Rhythmusgruppe zur Verfügung stand sowie mit Freddie Hubbard und George Coleman zwei exzellente Solisten, geht die Interpretation auf „E.S.P.“ um ein Vielfaches tiefer, nicht zuletzt durch Miles Davis melancholisches Spiel. Auch die restlichen vier Stücke - „R.J.“, „Agitation“, „Iris“ und „Mood“ - sind Meisterwerke auf hohem Abstraktionsniveau, hervorgehoben sei hier nur noch die wundervolle Ballade „Iris“, bei welcher Wayne Shorter mit schier unglaublicher Intensität eines seiner emotionalsten Solos bläst.
Die sieben Stücke wurden in nur zwei Tagen, am 21. und 22. Januar 1965, aufgenommen und mit einer Spieldauer von 48 Minuten gehörte „E.S.P.“ damals zu den längsten Jazzalben. Seit der Erstveröffentlichung im November 1965 ist es in verschiedensten Auflagen erschienen. Die nun vorliegende darf aber getrost als die definitive bezeichnet werde, denn noch nie klang das Album besser. So wurde die Aufnahme komplett analog von den originalen Masterbändern durch Chris Bellmann bei Bernie Grundman Mastering remastert. Der ohnehin sonst gute Klang gewann dadurch nochmal erheblich und die Transparenz der Aufnahme muss man einfach selbst gehört haben. Einzig bei den Aufnahmen live dabeigewesen zu sein, scheint eine denkbare Steigerung - doch wem war das schon vergönnt? Doch Vorsicht - auch das zum ersten Mal auf 180 g-schwerem audiophilen Vinyl gepresste Album ist streng auf lediglich 3000 Stück weltweit limitiert! Die Gelegenheit also, eines der besten Miles Davis-Alben in denkbar bester Ausführung sein eigen nennen zu können!



Kurzportrait Miles Davis:

Miles Dewey Davis zählt zu den bedeutensten und einflussreichsten (Jazz-)Musikern des 20. Jahrhunderts. Geboren am 26. Mai 1926 in Alton, Illinois, erlernte er im Alter von zehn Jahren das Trompetenspiel und zog 1944 nach New York. Dort, inmitten der pulsierenden Bebop-Szene, begann er an der Seite von Größen wie Coleman Hawkins, Dizzy Gillespie und vor allem Charlie Parker seine Lehrjahre und entwickelte bald seinen eigenen verhaltenen, minimalistischen Stil, der dem üblichen, exzessiven Bebop-Stil entgegenstand - der Cool Jazz entstand. Auch im weiteren Verlauf seiner Karriere erwies sich Davis stets prägend für sich neu entwickelnde Jazzspielarten. Davon zeugen z. B. die einflussreichen Hardbop-Alben seines ersten Quintetts (1955-1958) oder der legendäre Modaljazz-Klassiker "Kind Of Blue" (1959), das weltweit meistverkaufte Jazzalbum. Lediglich der Freejazz-Bewegung konnte Miles Davis nur wenig abgewinnen, um so mehr zeigte er sich als einer der Wegbereiter der Jazz-Rock-Fusion in 70ern mit Alben wie "In A Silent Way" oder "Bitches Brew". Auch in den 80ern gelang es ihm noch neue Akzente zu setzen, doch seine hohe Produktivität wurde immer häufiger durch gesundheitsbedingte Pausen unterbrochen. Am 28. September 1991 verstarb Miles Davis in Santa Monica, Kalifornien an den Folgen eines Schlaganfalls.


Titel:

"E.S.P." (W. Shorter)
"Eighty-One" (R. Carter/M. Davis)
"Little One" (H. Hancock)
"R.J." (R. Carter)
"Agitation" (M. Davis)
"Iris" (W. Shorter)
"Mood" (R. Carter/M. Davis)

LP Hülle:

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