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Wolfgang Bernreuther (mehr)
Don't Let The Devil Ride (Audiophile LP 180 g)

Artikelnummer: GL 114
Label: Grooveland (mehr)
Lieferstatus: Lieferzeit 1 - 2 Wochen

Klang 1  Pressung 1

29,00 € (Preis inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Wolfgang Bernreuther - guitar, vocals
Tom Feiner - harmonica, vocals
Leo Bud Welch - vocals, guitar
Harry Hirschmann - bass
Bronson Tew - drums

Guest musicians:

Jimbo Mathus - piano
Starlin Browning - guitar, background vocals
Tommy Gedon - guitar
Vencie Varnado - tambourine, background vocals
Beata Kossowska - marracas

Live-Aufnahmen am 7. und 8. Juni 2017 bei Starlin Browning/ Dial Back Sound, Water Valley Mississippi, USA.

Wenn es eine Schallplatte verdient hat zum Highlight des Monats ausgewählt zu werden, dann ist es diese ganz besondere LP. Zum einen ist es die spannende, beeindruckende Story, die dahinter steckt, die fantastische Musik und der wirklich herausragende Klang. Wolfgang Bernreuther hat sich mittlerweile sowohl in der Blues-Szene, als auch in der High-End-Welt einen hervorragenden Namen erarbeitet. Er kommt aus der Oberpfalz und hat seine tiefen Wurzeln im Mississippi- Blues. Was liegt dann eigentlich näher, als dort hin zu fliegen und vor Ort Konzerte zu spielen und eine Platte aufzunehmen? Und wer Bernreuther kennt, weiß, dass er ein Mann der Tat ist. Und so steigt er mit seinem langjährigen Blues-Brother Thomas Feiner, der eine heiße Blues Harp bläst und ein hervorragender Blues-Shouter ist, in den Flieger mit dem Ziel Memphis, Tennessee. Mit Feiner verbindet Bernreuther eine über vierzigjährige musikalische Freundschaft. Gebucht wurde ein Studio in Water Valley, Mississippi. Ein kleines aber feines Studio, das für authenthische Blues-Aufnahmen bekannt ist. Immerhin werden hier LPs für das bekannte Blues Label "Fat Possum Records" produziert. Voll gepackt mit Röhren-Verstärkern ist es ein wahres Musiker-Paradies. Am analogen Mischpult sitzt Starlin Browning, der die Regler genau in die passende Richtung dreht. Und der absolute Hammer ist, dass sich die 85-jährige Blues-Legende Leo Bud Welch im Studio mit einfindet. Den Kontakt stellte Bernreuther über dessen Manager Vencie Varnado her, mit dem er seit einem Konzert von Welch in Berlin in Kontakt war. Dem deutschen Publikum ist Welch auch bekannt durch den Kinofilm "Late Blossom Blues", der die Lebensgeschichte Welchs nachzeichnet. Geboren wurde Welch am 22. März 1932 in Sabougla, Mississippi. Dieser Gitarrist und Sänger ist der personifizierte Blues. Und er gehört zu den Kreatoren des Genres Blues von denen es nicht mehr viele gibt. "We will take you down to Blues now" sagt er ganz am Anfang der LP, um dann den Blues-Klassiker "Still A Fool" zu intonieren. Und sofort öffnet sich das unbeschreibliche Blues-Universum. Dominiert wird der Song von einem magisch-eindringlichen Riff, das sich sofort im Gehörgang festsetzt und zum intensiven Zu- und Hinhören zwingt. Und wenn Leo singt, weiß man, dass er mit jeder Faser seines Körpers diesen Song lebt und fühlt. Wunderschön die rauchige Mundharmonika von Thomas Feiner. Er ist ein wahrer Meister auf dem Mississippi-Saxophon. Bernreuthers Höfner Club 50 E-Gitarre verschmilzt mit Welchs Gitarre zu einer unauflöslichen Einheit. Dieser Song schiebt und drückt, dass es eine wahre Freude ist. Bronson Tew am Schlagzeug sorgt dafür, dass die heimischen Stereo-Boxen richtig schön gekitzelt werden. Danach folgt der Hound Dog Taylor Klassiker "Sadie". Feiner singt diesen mit solcher Inbrunst, dass man nicht weiß, ob er ein Schwarzer oder Weißer ist. Das ist übrigens das Erstaunliche an diesen Aufnahmen. Die Musiker verbinden sich zu einer absoluten Einheit. Bernreuther lässt seine blue notes dabei perlen. Wunderschön sind dabei seine glockigen Oktavsoli.
Mit "Them Bags" steuert Bernreuther eine Eigenkomposition bei, die mit Volldampf ganz im Bo Diddley-Rhythmus losdonnert. Der Titeltrack "Don't Let The Devil Ride" eröffnet die Seite Zwei. Wieder geht das von Welch angespielte Riff direkt in Herz und Seele des Hörers. Es macht richtig Spaß zuzuhören, wie sich die Musiker bei diesem Track gegenseitig anfeuern und unterstützen. So MUSS Blues sein, nein, so muss Musik sein! Authentisch und im wahrsten Sinne live. Dass man das alles so gut beim Zuhören erleben kann liegt auch an dem perfekten und sensibel-musikalischen Mastering vom Kölner Sound-Guru Wolfgang Feder. Er hat sich mittlerweile einen Namen erarbeitet für amtlichen High-End-Klang. Ein ganz Klasse Song ist auch der Chuck Berry Song "Wee Wee Hours". Nicht nur deshalb, weil Gastmusiker Jimbo Mathus mit an Bord ist. Zufällig schneite er im Studio vorbei und wurde angesteckt von den good vibes, die im Studio herrschten und stieg mit ein. Mathus ist immerhin Musiker in der Buddy Guy Band. Mit dem Album "Sweet Tea" fuhr der Ausnahme-Musiker übrigens einen Grammy ein. Mit seinem Honky Tonk Klavier veredelt er den Song nachhaltig. Wunderschön das Zwiegespräch von Mathus schwarzen und weißen Tasten mit den tiefgründig-harmonischen Gitarrenlicks Bernreuthers.
Bei der Feiner-Komposition "Treat Me So Unkind" kommt er erneut zum Einsatz haut ein richtig geiles Solo aus dem übrigens voll analogen Klavier heraus. Auf dieser LP findet man definitiv kein digitales Instrument. Und Freunde des warmen analogen Sounds: Das hört man!
Die harmonische Stimmung im Studio überträgt sich auch auf den Zuhörer. Anteil daran hat sicher auch, dass Welch mit Bernreuther und Feiner zwei Live Konzerte spielte. Das erste fand übrigens im legendären Juke Joint "Reds" statt, wo normalerweise nur schwarze Musiker auftreten dürfen. Das war schon ein echter Ritterschlag für Bernreuther und Feiner. Ein weiterer Gig war beim "Foxfire Blues Festival". In kurzer Zeit wuchsen die Protagonisten zusammen. Ein blindes musikalisches Verständnis war das Ergebnis. Mit dem groovigen Traditional "Poor Boy" endet die sauber gepresste 180 Gramm Virgin-Vinyl-Schallplatte. Die LP kommt im wertigen Hochglanz-Klapp-Clover. Die Innenseite des Covers enthält ein Interview mit Bernreuther und Feiner und ausführliche Linernotes. Zudem gibt es Klasse Fotos von dem ganz besonderen USA-Trip. Cover Designer Werner Meyer hat wieder ganze Arbeit geleistet. Und wer Produzent Thomas Fenn kennt, weiß, dass gefütterte Innenhüllen eine Selbstverständlichkeit sind. Niemand konnte im Juni 2017 ahnen, dass die Aufnahmen mit Leo Bud Welch seine letzten bleiben sollten. Im August kam Welch ins Krankenhaus und verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit in Bruce, Mississippi, am 19.12.2017. R.I.P. Leo! Deine Musik wird weiterleben und deine Songs werden weiter gehört werden.
Liebe Freunde authentischer Musik und Liebhaber von high-end-fidelischem Sound. Diese Highlight-Platte gehört definitiv in jede gut sortierte Plattensammlung. Sie werden es nicht bereuen. Und ihre Boxen werden es Ihnen danken.

Gemastert im Tonstudio Feder durch Wolfgang Feder
Schnitt durch Thorsten Scheffner bei Organic Music, Obing, Deutschand.
Cover Design: Werner Meyer
Fotos: Werner Meyer


Titel:

Side A
1) Still A Fool (Morganfield)
2) Sadie (Taylor)
3) Blues With A Feeling (Jacobs)
4) Them Bags (Bernreuther)
5) Walked Down So Many Turnrows (Walton)

Side B
1) Don't Let The Devil Ride (Traditional)
2) Wee Wee Hours (Berry)
3) Got My Mojo Working (Foster)
4) Treat Me So Unkind (Feiner)
5) Poor Boy (Traditional)

LP Hülle:

LP Option:



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